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                                                              Testbericht Honda Lead JF 11
Merke:Honda,Yamaha und Suzuki haben ungefähr die gleiche Qualität.Chinesenroller sind auf jeden Fall schlechter !
          Ich habe von Fälle gehört,wo ein Chinesenroller schon nach 10000 km eienen motorschaden hatte.Die Repa-
          raturen waren so umfangreich,dass der Eigentümer die "Segel gestrichen hat".    

                                                                Fahrleistungen
Ich bin nun 90000 km mit der Honda Lead SCV JF 11 gefahren und das in 5 Jahren.

  • Ich war in Warschau,hin und zurück                                2500 km

  •     "          L`viv (Ukraine,früher Lemberg),hin und zurück 3000 km

  •     "          Cheb (Tschechien,mehrmals),              "           1200 km

  •     "          Berlin (mehrmals)                               "           1200 km

Bei einer Höchstgeschwindigkeit von 81 km/h,sind dies über 1000 Betriebsstunden.Die Eingangswelle macht dabei
pro km 6300 Umdrehungen.
Bei 50000 km,habe ich die Lager der Eingangswelle am Getriebe (hinten) überprüft.Diese zeigten den ersten Verschleiss.
Ich konnte leichtes Spiel mit den Fingern feststellen,was bei neuen Lagern nicht möglich ist.
Die Lager wurden von mir ausgetauscht,funktionierten aber noch.
Der Austausch dieser Lager ist notwendig,wenn über der Kupplungsglocke Lagerspiel festgestellt werden kann.
Ist das Lagerspiel zu gross,so ist der einwandfreie Eingriff der Zahnräder im Getriebe nicht mehr gewährleistet.
Das Getriebe wird lauter !
Sämtliche Motorenteile haben diese Kilometerleistung erbracht.
Die Kurbelwelle ist zusammengepresst (mit Pleul) und kostet etwas über 300 Euro.
Auch die Nockenwelle hat 90000 km einwandfrei funktioniert,kostet 120 Euro.
Sie ist auch zusammengepresst (Lager,Nockenwelle,Ritzel).

                                                              Wartung/Verschleissteile
Verschleissteile sind :

  • Keilriemen ,hält über       40000 km,kostet 30 Euro

  • Zündkerze,        "            15000 km,   "       5   "

  • Fliehkraftgewichte,halten 40000 km,kosten 33 Euro (müssen alle 5000 km geschmiert werden)

  • Nadellager in der Kupplungsglocke müssen alle 10000 km geschmiert werden,dürfen nicht trocken laufen !

  • Hinterradreifen,  hält        8000 km,    "       35  "    (braucht nicht ausgewuchtet werden)

  • Ölwechsel          alle        4000 km,    "        6 Euro (0,7 Liter im Motor,6 Euro/l)

  • 1 Gaszug getauscht bei    50000 km,  "        35 Euro (Gaszug kann nicht gewartet werden !)

  • Ventile einstellen     alle   10000 km             Ein-und Auslaßventil stelle ich auf 0,1 mm ein

  • Ventilspiel kontrollieren      5000 km            abhängig von der Belastung

  • Tachowelle u. Antrieb        5000 km            schmieren,Schmierung kann auch alle 10000 km erfolgen,dürfen nicht

                                                                   trocken laufen.

  • Benzinventil                      90000 km      nach 7 jahren erneuert ,kostet 85 Euro.Das Ventil wird durch Unterdruck vom

                                                       Motor gesteuert und schloss nicht mehr.Bei Motorstillstand muss das Ventil schliesen.

  • Getriebelager erneuert     90000 km   nach 50000 km Laufleistung,stellte ich Lagerspiel an der Eingangswelle hinten am Ge-

                                                          triebe fest.Deshalb erneuerte ich alle Lager.
FIN verrostet,nicht lesbar  nach 8 jahren ,war die "Farhrgestellnummer" (FIN) für den TÜV nicht mehr lesbar.Eine TÜV-Plakette
                                      kann dann nicht mehr erteilt werden.Die Betriebserlaubnis erliescht und man hat keinen Versicherungs-
                                      schutz mehr.Kostenpunkt hier für ca. 200 Euro.
                                      Die FIN befindet sich rechts unter den Roller.Man muss sich auf den Boden legen und unten den Roller
                                      "kriechen". Unter der Bodenabdeckung (schwarzes Kunststoff) ist ein Durchbruch ,10 cm lang und 1,5 cm
                                       breit ,für die FIN - Nummer.  
Vorgehensweise : Man muss nun die Nummer von einer Werkstatt neu einschlagen lassen.Dies kostet je nach
                         Werkstatt 80 -150 Euro
                         Von der Werkstatt bekommt man eine Bescheinigung,dass die Nummer neu eingeschlagen wurde.
                         Mit dieser Bescheinigung geht man zum Sraßenverkehrsamt und bekommt dort eine Unbedenklichkeits-
                           bescheiunigung
für einen TP-4 Stempel, für den TÜV.Der TÜV gibt nun ein "Gutachten zur Erlangung
                           der Betriebserlaubnis gemäß § 21 StVZO (§ 19 (2) StVZO)
herraus (ist ein spezieller Gutachter des TÜV
                           allgemein "Dipl Ing" (Ingenieur von einer Universität).
                          Liegt nun dieses "Gutachten"vom TÜV vor,geht man zum Straßenverkerhrsamt und lässt die Neueinschla-
                          gung der Fahrgestellnummer in den Fahrzeugschein eintragen.Danach wird die neue Plakette direkt vor den
                          Straßenverkehrsamt auf das Nummernschild geklebt.
Kosten : - Aufkleben der Plakette vor den Straßenverkerhrsamt 11 Euro
              - Gutachten des TÜV-Sachverständigen 46 Euro
              - Einschlagen der Fahrgestellnummer beim Honda-Händler 50 - 150 Euro je nach Händler.Selber darf man nichts
                 machen !!

Gesamtkosten : bei nicht lesbarer Fahrgestellnummer (FIN), Kosten 180 Euro.Können natürlich auf 300 Euro steigen,
                          kommt darauf an,was der Honda-Händler verlangt.
Die Untersuchung der Zahnräder ergab, das diese kein Verschleiss nach 90000 km zeigten.Die Oberfläche der Zähne war sogar
noch besser geworden.
- Absätze an den Zähnen waren nicht vorhanden.
- Grübchen waren auch nicht vorhanden  (Grübchen sind ein Oberflächenschaden,Material wird dabei herausgebrochen)  
- Die Bearbeitungsspuren bei der Herstellung kann man sehen.Diese Oberfläche war schlechter,als die Oberfläche,wo sich die
 Zahnräder berühren,und das nach 90000 km Laufleistung.
- Ich vermute,dass die Zahnräder selber 150000 km halten.
Tachowelle,Bremsbeläge,Antrieb der Tachowelle,Bremszüge :haben 90000 km hinter sich und halten immer noch.
                                                                                      wann diese Teile ausgetauscht werden müssen,ist
                                                                                      unbekannt.
Die Einstellung der Ventile,dauert ca. 45 min.Dazu muss man den Deckel des Antriebriemens abbauen und den Ventildeckel
abbauen.Mit einen Ringschlüssel oder einer Knarre wird die Kurbelwelle soweit gedreht,bis das Einlassventil oder das Aus-
lassventil die höchste Position erreicht hat.
Das Spiel zwischen den Ventilschaft und der Stellschraube wird nun mit einer Fühlerlehre überprüft.
Eine Fühlerlehre ist nur ein Werkzeug mit mehreren dünnen Blechen verschiedener Dicken (0,1 mm 0,15 mm 0,2 mm usw.)
Die Kontermutter,mit der die Einstellschraube festgeschraubt wird,muss von Anfängern mit einen Drehmomentschlüssel
angezogen werden.
Vorher muss das Drehmoment ermittelt werden,wie auf der Seite "Roller/Motorräder" beschrieben.
Auf keinen Fall das Gewinde durch überdrehen zerstören !
Mein Tipp:Mein Tipp:Zuerst mit einer Schraube,Mutter und Drehmomentschlüssel an einen Schraubstock üben.
                Die Schraube wird in den Schraubstock gespannt.Danach wird die Mutter mit den Drehmomentschlüssel unter ver-
                schiedenen Drehmomenten angezogen und wieder losgedreht.
                Die Wirkung wird dabei beobachtet.Man erhält somit ein Gefühl für das Anzugsmoment.
Zweckmässig wird das Ventilspiel gleichzeitig mit der Wartung des gesamten Antriebs kontrolliert.Dies ist dann ein Arbeits-
gang.
Ab-und Anbau des Deckels für den Antriebriemen,dauert ungefähr 30 min.


                                                            alternative Ersatzteile
Diese gibt es unter www.chinesemotorcyclepartsonline.co.uk                           www.cmpo.co.uk
Ein Keilriemen kostet hier 7,50 Euro            (Hondahändler hier 30 Euro).
Die Fliehkraftgewichte kosten hier 13 Euro  (Hondahändler hier 33 Euro).
Qualität ist unbekannt !

                                                           Schwachstellen der Honda Lead SCV JF 11
Lager der Eingangswelle am Getriebe (hinten).Zeigen nach 50000 km ersten Verschleiss,halten aber noch.
Austausch dauert ca. 3 Stunden,Kosten 20 Euro wenn man es selber macht !
Vorderradlager haben original nur 1 Dichtung und sind nach 35000 km verschlissen.
Abhilfe:Man baut Lager mit 2 Dichtungen ein,so kann das Lagerfett nicht entweichen und die Lager halten
          dadurch über 100000 km.

                                                                Schlußwort
Die Honda Lead SCV JF 11 ist ein gutes Fahrzeug für sparsame Leute.Die Kosten pro km betragen nur 8 Cent,
inklusive Benzin.
Eine 6 Jahre alte Maschine kann man nicht kaufen,weil diese schnell 80000 km gelaufen haben kann.
Solch ein Roller hat nur noch Schrottwert.
Es ist auf jeden Fall besser,einen neuen Roller zu kaufen,da weiss man was man hat !
Kleine 50 Kubik-Roller halten nur 30000 km - 40000 km,sind somit teurer,als eine Honda Lead.
Grösster Vorteil:Leute mit Grundkenntnisse,können alle Wartungsarbeiten selber ausführen.Ich war noch nie
                      wegen Wartungsarbeiten in einer Werkstatt.
Eine Honda-Werkstatt hätte soviel Geld verlangt,wie der Roller neu gekostet hat.
Wenn das Nachfolgemodell,die "Honda Lead 110 i",auch so robust und zuverlässig ist,kann man diese besser kaufen,
als einen Chinesenroller.
Für 500 Euro (Ersatzteile) kann ein "Schrauber" den gesamten Antrieb erneuern (alle Lager,Zahnräder,Dichtungen
Keilriemen,Fliehkraftgewichte),mit einer Arbeitszeit von 3 Stunden.
Auch der Gesamte Motor kann in einen Tag erneuert werden.
Kurbelwelle mit Pleul          320 Euro
Nockenwelle (Lager,Ritzel)  120 Euro
Kolben mit Ringe                70   "
Für ca. 1000 Euro,kann der ganze Motor erneuert werden.

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