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                                                          Der Wärmedurchgangskoeffizient
Für Wände : 0,35 W/m^2 *K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin)
Für Fenster :1,7 W/m^2 *K
Quelle :Mietrecht,40.Auflage,Beck Texte im dtv (Deutscher Taschenbbuch Verlag),EnEV (Energieeinsparungsverordnung)Anh.3 Tabelle 1
                                                                                                      Was bedeutet dies?
0,35 W/m^2 *K :Man benötigt eine Heizleistung von 0,35 W (Watt) pro Quadratmeter Wandfläche,bei einen Temperaturunterschied von 1° Celsius zwischen innen und außen.
K ist die Temperaturangabe nach der Kelvinskala.1° Celsius Unterschied ist das Selbe,wie 1° Temperaturunterschied nach Kelvin.
Die Heizleistung ergibt sich nach der zugeführten Energie pro Zeiteinheit.
Die zugeführte Energie wird in J (Joule) gemessen und die Zeiteinheit in s (Sekunden).
Man muß also 0,35 J pro Sekunde zuführen und das pro Quadratmeter bei 1° Celsius Temperaturunterschied zwischen innen und außen.
                                                                                     Beispielaufgabe
Wärmedurchgangskoeffizient vor der Dämmung :0,7 W/m^2 * K
                        "             nach der       "         :0,35      "
Temperaturunterschied zwischen innen und außen 20° Celsius
Oberfläche der Wand : A=10 m^2 (Quadratmeter)
Energiegehalt von Heizöl E=42000 KJ/kg (Kilojoule pro Kilogramm)
Hieraus ergibt sich eine Energieeinsparung im Monat :Es=(0,7-0,35) * 10 * 20 * 3600 s * 24 Std. * 30 Tg.=181440000 J (Joule) =181440 KJ (Kilojoule).
Eingspartes Öl im Monat : E * x =Es   x =Es/E   x =181440 KJ/42000 KJ/kg =4,32 kg.
1 Liter Öl wiegt ca. 0,9 kg,somit ergeben 4,32 kg Öl,4,8 l ÖL.
Man hat also bei diesen Beispiel theoretisch nicht einmal 5 Euro im Monat gespart !
Von März bis Dezember brauchen sparsame Leute überhaupt keine Heizung.
Außerdem ist der Temperaturunterschied von 20° Celsius hoch angesetzt. Bei nur 10° hätte man nur 2,16 kg Öl gespart.
                                                                                                       Schlußwort
Bevor man eine Wärmedämmung durchführt,muß man zuerst die Kosten ermitteln und anschliesend muß nachgerechnet werden,ob sich dies überhaupt lohnt.
Ich selber habe einen Selbstversuch gemacht und bin 1 Jahr lang ohne Heizung ausgekommen.Somit hatte ich in den Jahr überhaupt keine Brennstoffkosten.
Merke:Bequemlichkeit kostet Geld.

Hohe Heizkosten entstehen durch eine große wärmeabgebende Oberfläche und gleichzeitig einer hohen Temperaturdifferenz zwischen innen und außen.
Halbiert man die Oberfläche und den Temperaturunterschied ebenso,so reduzieren sich die Brennstoffkosten rechnerisch auf 1/4 .
Der Wärmedurchgangskoeffizient wird in einen genormten Versuch ermittelt.
Die wirklichen Verhältnisse sind so kompliziert,daß nur Messungen zu genauen Ergebnissen führen.
Außerdem ist der Wärmedurchgangskoeffizient nicht konstant,sondern abhängig von der Windgeschwindigkeit und weiteren Faktoren.
Informationen findet man in einen Physik-Formelbuch,hier sind die Begriffe Wärmeübergangskoeffizient,Wärmeleitung und der Wärmedurch-
gangskoeffizient im Kapitel "Wärmelehre" erklärt.

 
 
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